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Ludwigshafen (lk). Konzentration auf die Mitte und das Wesentliche des Glaubens: Das empfiehlt der Ludwigshafener Pfarrer und Neutestamentler Paul Metzger in seinem soeben erschienenen Buch „Sie über sich. Eine exegetische Untersuchung zur Autorität der Schrift in ökumenischer Perspektive“. Die Publikation führe damit „mitten hinein“ in den alleinigen Glaubensgrund und in die Lehrnorm der Pfälzer Unionskirche, nämlich die Heilige Schrift, sagte Kirchenpräsident Christian Schad vor rund hundert Zuhörern bei der Vorstellung des Werkes im Gemeindezentrum Ludwigshafen-Pfingstweide, der Heimatgemeinde des Autors.

Unter dem Titel „Allein die Schrift! Die Bibel als einzige Richtschnur der Kirche?“ hatte die Evangelische Kirche der Pfalz anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Pfälzer Kirchenunion“ zur Buchvorstellung eingeladen. Metzgers Neugier am Glauben und seine Freude an theologischer Arbeit seien bei der Lektüre des Werkes spürbar, sagte Kirchenpräsident Schad. Zum Selbstverständnis des Autors als „wissenschaftlicher Theologe, als engagierter Pfarrer und fröhlicher Christenmensch“ gehöre es, biblische Texte so zu betrachten und auszulegen, „dass sie für unser Leben Bedeutsamkeit entwickeln“.

Paul Metzgers Appell an „weniger Dogmatik und mehr Bibel“ sei auch wesentliche Begründung für die Kirchenunion zwischen reformierten und lutherischen Kirchengemeinden in der Pfalz vor 200 Jahren gewesen, führte der Kirchenpräsident aus. Insofern sei das gemeinsame Lesen der Heiligen Schrift der entscheidende Motor für den ökumenischen Dialog und ermutige auch dazu, konfessionelle Engstirnigkeit hinter sich zu lassen und sich auf die „Ur-Kunde“ des gemeinsamen Glaubens zu konzentrieren. Dass der Autor in seinem Buch die Schrift selbst befrage, wie sie von sich aus verstanden und gelesen werden will, entspreche dem reformatorischen Prinzip „Sola scriptura“ – „Allein die Heilige Schrift“. Metzger komme zu dem Fazit, dass nicht nur die Leser die biblischen Texte auslegen, sondern umgekehrt auch diese durch die Texte ausgelegt würden. „Das heißt, dass sich unsere konkrete Lebenssituation im Licht des Evangeliums verändert und unser Leben daraufhin einen neuen Richtungssinn erhält.“

In seinem Vortrag „Kirche ohne Bekenntnis – vom Mut, protestantisch zu sein“ forderte Paul Metzger dazu auf, die religiöse Bildung der Gesellschaft zu intensivieren. Innerhalb der Kirche gelte es, alte Organisationsformen und Sprachziele zu verlassen und die Kommunikation des Evangeliums in zeitgemäßen Formen zu vollziehen. „Lässt man sich auf diese Schritte ein, dann schreitet man in der Tat mutig ‚auf der Bahn wohlgeprüfter Wahrheit und echt-religiöser Aufklärung, mit ungestörter Glaubensfreiheit‘ voran“, sagte Metzger in Anlehnung an die 1818 unterzeichnete Unions-Urkunde.

Der promovierte Theologe Paul Metzger ist seit 2017 Gemeindepfarrer in Ludwigshafen-Pfingstweide. Er ist Lehrbeauftragter für Neues Testament und Bibeldidaktik an der Universität Koblenz-Landau und war wissenschaftlicher Catholica-Referent am Konfessionskundlichen Institut in Bensheim. Darüber hinaus ist Metzger Initiator und verantwortlicher Leiter der „Laien-Universität Theologie“, die im August 2018 in Kaiserslautern startet und verständlich und fundiert Erkenntnisse wissenschaftlicher Theologie an jedermann vermitteln möchte.

Hinweis: Die Publikation „Sie über sich. Eine exegetische Untersuchung zur Autorität der Schrift in ökumenischer Perspektive“ ist im Verlag Narr Francke Attempto erschienen. 268 Seiten, ISBN 978-3-7720-8648-9.

Quelle: www.evkirchepfalz.de

   

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