trauercafeTrauern ist keine Krankheit. Das Trauern gehört so elementar zu unserem Leben, dass es schon erstaunlich ist, wie weitgehend das Thema aus unserem alltäglichen Bewusstsein verschwunden oder muss man sagen, verdrängt ist. Sicherlich, etwas betrauern müssen ist nicht schön. Schon gar nicht, wenn man um einen geliebten Menschen trauert, den man beerdigen musste. Das ist schlimm und trotz aller technischen Möglichkeiten, trotz all unserem Wissen und Können, macht es uns heute noch genauso hilflos wie vor tausend Jahren.
Wenn jemand stirbt, den man geliebt hat, vielleicht sogar sein ganzes Leben mit ihm/ihr geteilt hat, dann ist auf einen Schlag alles anders. Nichts reißt einen so aus dem Alltag, wie der Tod eines geliebten Menschen. Man kann nicht glauben, dass er/sie nun auf einmal nicht mehr da sein soll. Aber so ist es dann leider. Es dauert lange, bis man überhaupt anfängt es zu begreifen. Falls man es überhaupt wirklich begreifen kann. Trauern ist der lange Weg, sich mit dieser unfassbaren, neuen und schmerzlichen Wirklichkeit auseinander zu setzen. Manchmal scheint es mir, als wäre das heute besonders schwer. In unserer schnelllebigen Zeit bleibt dafür nämlich oft kaum Raum. Schon wenige Wochen nach der Beerdigung “muss” wieder alles wie früher laufen. Aber dabei ist nichts wie früher, weil jemand gestorben ist und es wird nie wieder so sein, wie es war. Die Wut über den Tod, die Traurigkeit, die einen packt, das Nicht-Begreifen-Können, die Hilflosigkeit und das ganze Durcheinander der Gefühle brauchen Raum und Zeit. Die Gefühle, die einen bedrängen, brauchen einen Ausdruck, sie müssen erzählt, geklagt und vielleicht auch hinaus geschrien werden.


Als Kirchengemeinden in der Region Nord wollen wir einen Raum dafür bieten, in dem die Trauer Platz bekommt. Am Ewigkeitssonntag haben wir alle, die im letzten Jahr jemanden verloren haben, eingeladen zu einem Trauercafe zusammenzukommen. Eine offene Gruppe, in der man erzählen kann, wie es einem ergangen ist, oder vielleicht auch einfach mal hören kann, wie es anderen geht. Menschen treffen, die in einer ähnlichen Situation sind und miteinander das teilen, was mich allein zu erdrücken droht. Wir möchten allen die trauern im wahrsten Sinne des Wortes einen „Raum“ geben, wo sie ihre Trauer leben können.   
Die Gruppe soll offen sein für alle, unabhängig davon, welcher Konfession sie angehören oder wie lange sie schon trauern. Sie sind herzlich eingeladen, einfach vorbei zu kommen. Wir freuen uns sehr, dass Frau Dr. Wempe, die hier in Edigheim eine psychologische Praxis führt,  uns dabei unterstützen wird.

Die nächsten Termine entnehmen sie bitte unseren Aushängen, dem Kalender hier auf der Homepage.


Ansprechpartner:   Pfarrer Stefan Müller,
0621/66948147  -  Pfarrerin Reinhild Burgdörfer

 

 

   

Tageslosung  

Montag, 20. November 2017
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.
Jesus sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.
   

Kitas in der Region  

   

Gemeindebrief  

Nordlicht 21

Den aktuellen Gemeindebrief können Sie sich hier runterladen.

Viel Spaß beim lesen!!!

   
   

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